Die Koordinationsräte

An die Stelle der Prokuren treten heute nach dem Generalstatut die Koordinationsräte der Vereinigung. Sie verkörpern die Wesensmerkmale der Apostolatsausschüsse Pallottis, passen diese aber dem gegenwärtigen Selbstverständnis an. Auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene sind in ihnen die verschiedenen pallottinischen Lebensstile und Arbeitsfelder vertreten. So haben die Koordinationsräte die Aufgabe, für die Einheit und Wirksamkeit der Vereinigung zu sorgen. Beflügelt vom Zönakelgedanken, verstehen sie sich als Gremien gemeinsamen Betens, Sichaustauschens und Suchens nach dem Willen Gottes. Sie streben danach, einmütig zu Einsichten und Entscheidungen zu kommen: im Hören auf Gott, aufeinander und auf die Zeichen der Zeit.

Koordinationsräte entstehen nicht nach einem unveränderlichen Muster, sondern dort, wo pallottinisches Leben hinreichend vorhanden ist. Ihre Aktivitäten richten sich nach den Möglichkeiten der Mitglieder sowie der kirchlichen und gesellschaftlichen Situation, in der sie stehen. In helfender Verfügbarkeit ordnen sie sich in die apostolischen Planungen und Initiativen der jeweiligen Ortskirche ein und sind offen für deren Wünsche und Nöte. Die Koordinationsräte bemühen sich vor allem um die Unterstützung bereits vorhandener Werke und Unternehmungen, die der Evangelisierung oder Glaubensverbreitung und der Kooperation miteinander dienen.

Die entscheidenden Lebens- und Aktionszellen der Vereinigung bilden die Lokalen Koordinationsräte und die in ihnen repräsentierten Personen, Gruppen und Gemeinschaften. Denn nur hier, an der Basis des Gottesvolkes, vermag die Vereinigung unmittelbar und breit gefächert "wie eine Posaune des Evangeliums" ihre Sendung im Dienste des universalen Apostolates auszuführen und das Miteinander aller Berufenen einladend zu veranschaulichen. Die Lokalen Koordinationsräte wollen den Gläubigen helfen, ihre apostolische Berufung zu erkennen und zu leben.

Die Koordinationsräte bauen sich von unten nach oben auf, von den Lokalen über die Nationalen Räte zum General-Koordinationsrat in Rom. Die beiden Letzteren sehen ihre Schwerpunkte vor allem darin, die Verbindungen untereinander zu fördern, zur Kooperation anzuregen, Informationen auszutauschen, Leitlinien und Möglichkeiten für die Aus- und Weiterbildung aller Mitglieder zu schaffen, und Ansporn und Hilfestellung zu leisten in dem Bemühen, das Miteinander zu stärken.

Hier können Sie das Statut des Deutschen Koordinationsrates (DKR) als PDF herunterladen.

 

Vollversammlung des Deutschen Koordinationsrates 2014

Vom 27. – 29. Juni 2014 fand im Haus St. Ulrich in Hochaltingen die diesjährige Vollversammlung des Deutschen Koordinationsrates der Vereinigung des Katholischen Apostolates statt.

Nach der Begrüßung durch den Präsidenten Alois Wittmann UAC berichteten die einzelnen Gliedgemeinschaften und die Vertreterin der Einzelmitglieder über das apostolische Leben in ihren Gemeinschaften. In den Berichten zeigte sich die bunte Vielfalt der UAC. Während einerseits Neuaufbrüche möglich waren, werden die Aktionen anderer weniger und für sie gilt, sich auf eine veränderte Spiritualität im Alter einzulassen.

Es folgte der Rechenschaftsbericht des Präsidenten, der sich nicht auf das bloße Aufzählen von geleisteten Fakten beschränkte, sondern Fragen aufwarf, Denkanstöße gab und Visionen entwickelte. Ein wesentlicher Aspekt war auch das Bemühen des Präsidiums, das Miteinander der UAC auch über die Grenzen Deutschlands hinaus zu stärken. So war es ein schönes Zeichen, dass zwei Mitglieder von Cambio Österreich an der Vollversammlung teilnahmen. Durch die Tagung des Präsidiums an verschiedenen Orten wird die Gemeinschaft und die Einheit von Unio erfahrbar.

Es folgten weitere Berichte:

Katholikentag: siehe Unio-Informationen Nr. 38 Juni 2014 und Homepage der Pallottiner

Formation: Ursula Knoch UAC berichtete über das Treffen der Promotoren weltweit in Rom im Sommer 2013 und Pater Norbert Lauinger SAC über die Einrichtung eines Promotorenteams für Deutschland in Friedberg im März 2014. In beiden Berichten wurde deutlich, dass es nicht nur um Wissensvermittlung und intellektuelle Weiterbildung geht, sondern dass das Gemeinschaftserleben und die Glaubenserfahrung im Zönakulum wesentliche Aspekte der Formation sind.

Es folgten weitere Berichte aus dem Generalkoordinationsrat, dem Pallotti-Institut und über den Gesprächskreis Geistliche Gemeinschaften und Bewegungen bei der Bischofskonferenz.

Im Folgenden wurden wichtige Positionspapiere diskutiert, u.a. die stärkere Anbindung von Unio-Gruppen, die keine Gliedgemeinschaften sind, an die UAC sowie die Vertretung der UAC in den Diözesen.

Am Nachmittag ging es um das Thema, wie jüngere Leute für Jesus Christus begeistert werden können. Zunächst berichteten Barbara Leyendecker und Roswitha Rambichler über die Arbeit des MaZ-Teams der Pallottinerinnen (Missionar/in auf Zeit), das auf dem Weg ist, eine Gliedgemeinschaft der UAC zu gründen. Danach hörten wir ein Impulsreferat von Sr. Simone Hachen SAC und Sr. Astrid Meinert SAC, die über ihre Arbeit mit jungen Menschen berichteten und begeisternde Beispiele vorstellten. Sie regten die Versammlung an, sich selbst mit dem Thema auseinander zu setzen und sich für neue Zielgruppen zu öffnen.

Ein schmerzhafter Augenblick war die Information über die Auflösung der Gliedgemeinschaft Pallottikreis Schwäbisch Gmünd. Gleichzeitig bat dessen Leiterin Anne-Rose Schmitt UAC um Aufnahme als Einzelmitglied, so dass der Aufnahme von insgesamt drei neuen Einzelmitgliedern zugestimmt wurde.

Die abschließende Reflexion am Sonntagvormittag zeigte, dass alle mit dem arbeitsintensiven Wochenende und den anregenden Gebetszeiten und Gottesdiensten zufrieden waren.

Ursula Knoch UAC, Ursula Läufer UAC

     

Anhänge:
Diese Datei herunterladen (DKR-Statut 2010.pdf)DKR-Statut 2010.pdf2554 kB